Wjax 2009 Donnerstag

Der JSF Day war in meinen Augen das Highlight der W-Jax 2009. Im Fokus standen dabei natürlich die Neuerungen von JSF 2.0, hier und da wurde jedoch auch ein Blick über den Tellerrand geboten.

JSF jenseits der Spezifikation - Der Titel des Vortrages klingt cool, viel gibt es hier jedoch nicht zu erwähnen. Hier wurde ein Überblick zu bestehend Frameworks im JSF Bereich geboten und bewertet und vor allem, welche von diesen in Zukunft wohl keine Zukunft haben werden.

JSF 2.0 in Action - Die meisten Neuerungen waren mir bereits bekannt. Nicht desto trotz war ich von diesem Vortrag begeistert. Alles was man irgend wo gelesen und gehört hat wurde nun geballt in einen Vortrag dem Zuhörer präsentiert. Besonders hat mir gefallen, dass der Speaker (Kito D. Mann, www.jsfcentral.com) viele der Neuerungen direkt und live im Code gezeigt hat. Eine Auflistung der neuen Features möchte ich mir an dieser Stelle sparen, detaillierte Infos und Code-Beispiele gibt es hier: blogs.sun.com/rlubke. Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass JSF 2.0 ein großer Wurf zu seien scheint, da man das Beste aus allen existierenden Frameworks in eine Spezifikation zusammengetragen hat. Viele Nachteile des Vorgängers wurden damit ausradiert und einige Frameworks müssen um ihre Daseinsberechtigung bangen.

JSF und Portale – Das neue Dreamteam - Für mich ist die Thematik Portale und Portlets noch Neuland. Aus diesem Grund habe ich in diesen Vortrag viel neues gelernt. Ganz so einfach scheint die Kombination von JSF und Portlets (damit meine ich richtige Portale nach der Spezifikation JSR-301 und JSR-329) dann doch nicht zu sein, wie ich anfangs dachte. Die Lifecycles unterscheiden sich erheblich. Zum Glück gibt es so genannte PortletBridges, die diese Probleme kapseln und somit dem Titel des Vortrages einen Sinn geben. Auf www.jsf-forum.de und www.jsf-portlets.de sind zusätzliche Informationen zu finden.

Practical Guide through JSF Testing - In diesen Vortrag wurden einige Test-Frameworks für JSF vorgestellt. Neben dem mir bereits bekannten Selenium, war für mich nur noch JSFUnit von JBoss eine relevante Option. Die Möglichkeit auf den FacesContext zuzugreifen und somit auf den JSF component tree, hat mich sehr beeindruckt. Dadurch ist es möglich, die Testabdeckung auch im Frontend maßgeblich zu erhöhen.

Writing Killer JSF 2.0 UI Components - Die Möglichkeiten zum Schreiben von eigenen Komponenten wurde in JSF 2.0 sehr sehr sehr verbessert und erweitert. Auf dem ersten Blick hat mir die Kombination von <component :interface /> und <component :implementation /> in der selben XML-Datei gefallen. Wie der Name der Tags schon andeutet, befinden sich dadurch Definition und Implementierung der Komponente übersichtlich an einem Ort, was mir persönlich sehr gefällt. Ich hoffe, dass damit das Schreiben von TLD-Dateien in Zukunft nicht mehr nötig sein wird. Durch das neue Resource-Handling kann man nun die Komponenten besser aus den spezifischen Eigenschaften der Applikation herauslösen und sich leichter einen eigene Bibliothek aufbauen.

Fazit: Die W-Jax 2009 ist hier für mich vorbei. Mir hat es sehr gefallen, ich hab viel gelernt, gut gegessen und viel Spaß gehabt. Einige neue Technologien werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Weg in unsere Projekte finden. Für mich persönlich ist daher ein sehr positives Fazit zu ziehen.

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